Medienbericht ganzes Fest

 Die Hornusserfeste werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie der Bevölkerung in bester Erinnerung bleiben

 

Nach gut vierjähriger Planungszeit konnten die Feste zum 100. Geburtstag des Emmentalischen Hornusserverbands (EMHV) in Ersigen erfolgreich durchgeführt werden. Der kurzfristig gefasste Entscheid, den Zutritt zur Festhalle nur nach dem GGG-Prinzip (geimpfte, genesene oder negativ getestete Personen) zu gewähren, stellte das OK nochmals vor grosse Herausforderungen. Es stellte sich die Frage, wie Lücken beim Personal geschlossen werden sollten, da längst nicht alle Helferinnen und Helfer über ein Zertifikat verfügten. Kurzerhand wurden Testkapazitäten in Kirchberg und Bern reserviert, damit das Hilfspersonal doch noch eingesetzt werden konnte. Bei den aktiven Hornussern selbst kam es nicht zu den befürchteten Abmeldungen.

 

Der Veteranentag

Bereits beim Eintreffen der Veteranen auf dem Spielgelände im Furtrain wurden die Covid-Zertifikate zusammen mit den Ausweisdokumenten geprüft, obschon auf dem Spielfeld keine Zertifikatspflicht galt. Fast wie eine Selbstverständlichkeit zeigten die Veteranen und Begleitpersonen ihre Dokumente auf Papier oder per Smartphone. Die überprüften Personen erhielten ein Armband und damit freien Eintritt zur Festhalle. So konnten vor dem Spiel bereits zwei Drittel der Personen, die anschliessend im Festzelt verköstigt wurden, überprüft werden. Dadurch gelang es, grosse Wartezeiten bei der Festhalle vor dem Mittag-Essen zu verhindern. Am Veteranenhornussen nahmen 224 Veteranen in zwei Kategorien (60- bis 69-Jährige und 70-Jährige und älter) teil. Inklusive Betreuungspersonal waren total 275 Personen anwesend. Veteranenobmann Bendicht Wegmüller zog ein positives Fazit: «Ich bin positiv überrascht. Die Teilnehmerzahl ist ein absoluter Erfolg in der gegenwärtigen Situation.» Auch die Zertifikatskontrolle, die bereits auf dem Spielfeld durchgeführt wurde, erachtete er als geeignete Massnahme.

 

Die Nachwuchshornusserfeste

Das Emmentalische Nachwuchshornusserfest begann am Samstag bei idealen Wetter- und Festbedingungen. Unter den gleichen Voraussetzungen konnte auch das Interkantonale Nachwuchshornusserfest am Sonntag durchgeführt werden. Es war eine wahre Freude zu sehen, wie sich die Jugendlichen unter der Anleitung der Nachwuchsbetreuer konzentriert dem Hornussersport widmeten. Wie gemeldet, traten an beiden Tagen 22 Mannschaften auf 11 Riesen an, das heisst, pro Ries spielten zwei Mannschaften à 16 Spieler. Da viele Gesellschaften nicht über eine eigene Nachwuchsmannschaft verfügen, wurden Spielgemeinschaften mit anderen Mannschaften gebildet.

Die Einzelschläger kämpften in drei Stufen (Stufe 1: Jahrgänge 2011 und jünger; Stufe 2: Jahrgänge 2008 bis 2010; Stufe 3: Jahrgänge 2005 bis 2007). EMHV-Nachwuchsobmann Thomas Sterchi äusserte sich sehr positiv zum Festverlauf: «Obschon der Spielplatz im Furtrain und die Festhalle im Dorf voneinander getrennt waren, trafen die Nachwuchshornusser dank der guten Organisation in Ersigen optimale Bedingungen an.» Lobend erwähnte er auch die Kameradschaft und die gute Zusammenarbeit unter den Jugendlichen.

 

Nachwuchsschwingfest

Am frühen Samstagmorgen begannen sich bei schönem Wetter und einer guten Feststimmung die Nachwuchsschwinger auf dem Gelände beim Schulhaus in Ersigen zu messen. Neben den emmentalischen Nachwuchsschwingern waren auch Gäste aus anderen Schwingklubs anwesend. Mit dem Schwingklub Luzern und Umgebung pflegt der Schwingklub Kirchberg schon lange gute Beziehungen. Dank Kontakten von Mitorganisator Fredy Niederberger aus Ersigen war auch der Schwingklub Nidwalden auf dem Platz. Die Nidwaldner mussten bereits um 5.30 Uhr zu Hause abfahren, um den Anschwinget nicht zu verpassen. Insgesamt nahmen 102 Kinder an den Schwingwettkämpfen teil. Rund 300 Begleitpersonen und Besucher/innen waren anwesend.  Während der Mittagspause fand der nationale Schnupperschwingertag statt. Das Schnupperschwingen wurde von Mädchen und Buben rege genutzt.

Den Schlussgang bei den Jahrgängen 2006/2007 gewann Hurschler Stefan aus Engelberg gegen Näpfli Urs aus Wolfenschiessen. Bei den Jahrgängen 2008/2009 hiess der Sieger Fankhauser Tim aus Zollbrück, der im Schlussgang Fankhauser Stefan aus Trub auf den Rücken legte.

Aus der Region teilten sich die einheimischen Jungschwinger Sommer Mael, Büren zum Hof, und Niederberger Nils, Ersigen, den zweiten Rang bei den Jahrgängen 2008/2009. Ein Zufall war es, dass Nils Niederberger die von seinem Grossvater gespendete Glocke gewann.

Bei den Jahrgängen 2010/2011 setzte sich im Schlussgang Sutter Julian aus Herzogenbuchsee gegen Dolder Simon aus Röthenbach durch.

Im Wettkampf der Jahrgänge 2012/2013 zwischen Galliker Elio aus Luzern und Wobmann Simon aus Schwarzenberg konnte Ersterer den Schlussgang für sich entscheiden.

 

Ersigerabend

Für die breite Bevölkerung von Ersigen und Umgebung bildete der Ersigerabend am Samstag den Höhepunkt. Dieser wurde mit der Musikgesellschaft Kirchberg-Ersigen eröffnet, gefolgt von verschiedenen Vereinsdarbietungen der Dorfvereine von Ersigen. Am Nachmittag fand zusammen mit den Gemeindeverantwortlichen der Neuzuzügeranlass mit einem Schnupperhornussen statt, sodass am Abend auch etliche Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger anwesend waren. Den Vereinen wurde eine ideale Plattform geboten, um sich den Gästen und dem Publikum zu präsentieren. Dieses Angebot wurde rege genutzt. Die Vereine überboten sich mit ihren originellen Darbietungen.

Das Schlusswort hielten Hansueli Kunz, Präsident der Hornussergesellschaft Ersigen, und OK-Präsident Hans-
ueli Läng. Letzterer kündigte noch ein geheim gehaltenes Schlussbouquet an. Mit einem tollen Feuerwerk, organisiert von Peter Odermatt, wurden die Gäste überrascht. Die Begeisterung für dieses Schauspiel war überwältigend und es war zugleich der krönende Abschluss des Abends. Ein DJ sorgte für den musikalischen Ausklang.

«Superschön war’s ... und schwupp wieder vorbei», fasste OK-Präsident Läng die Festtage zusammen.     

                                                                                                                                                                            Peter Schürch

 

 


Medienbericht Jubiläumsabend

Hornussen ist das wohl schönste Hobby der Welt

 

Am vergangenen Freitagabend feierte der EMHV seinen 100. Geburtstag

Unter dem Motto «Chuum zum Gloube, aber wahr, der EMHV wird scho 100 Jahr» feierte der Emmentalische Hornusserverband am vergangenen Freitagabend in Ersigen seinen stolzen runden Jubiläumsgeburtstag. In der Festhalle versammelten sich zahlreiche Delegierte und Gäste, um diesem geschichtsträchtigen Anlass beizuwohnen. Das Emmental gilt schliesslich als die Wiege des Hornussens. Mit 49 Hornussergesellschaften ist der EMHV nach wie vor der grösste der vier Zweckverbände des Eidgenössischen Hornusserverbands (EHV) und stellt einen wichtigen Motor für die Entwicklung des traditionellen Schweizer Nationalsports dar. Mathias Neuenschwander, Vizepräsident des EMHV, führte durch den Jubiläumsabend. Präsident Heinz Glauser musste sich infolge einer Covid-19-Erkrankung entschuldigen.

 

Rückblick auf die Entstehung des Verbands

In seiner Ansprache liess Neuenschwander die Gründung und die wichtigsten Meilensteine in der Geschichte des EMHV nochmals Revue passieren. Eine zentrale Rolle bei der Konstituierung des Eidgenössischen Hornusserverbands im Jahre 1902 spielte die Hornussergesellschaft Heimiswil. Beim Verband gaben in der Folgezeit in erster Linie die Gesellschaften aus dem Emmental den Ton an. Um sich mehr Gehör zu verschaffen, riefen die Ostschweizer 1909, die Solothurner 1910, die Mittelländer 1913 und die Seeländer 1920 je eigene Unterverbände ins Leben. Die Dominanz der Emmentaler geriet dadurch zunehmend ins Wanken. Als Reaktion ergriffen die Gesellschaften Grafenscheuren, Burgdorf-Eintracht und Burgdorf Stadt im Dezember 1920 ebenfalls die Initiative zur Gründung eines eigenen Unterverbands. Bereits am 16. Januar 1921 wurden die Statuten vorgelegt und am 6. Februar 1921 segnete eine Delegiertenversammlung die Gründung ab. Grosse Diskussionen gab die Namenswahl: Zur Debatte standen Kantonalverband, Oberaargauisch-Emmentalischer Verband oder Emmentalischer Hornusserverband. Der heutige Name erhielt am meisten Zuspruch. Dem EMHV gehörten bei der Gründung 71 Gesellschaften an, wobei die geografische Zugehörigkeit zum Emmental sehr grosszügig ausgelegt wurde, ist doch auch Thun heute noch Mitglied des Verbands.

 

Brauchtum, Beständigkeit und Innovation

Neuenschwander betonte in seiner Rede die Wichtigkeit von Brauchtum und Beständigkeit, wies aber auch auf die Bedeutung von Innovationen hin: «Wir wollen das Rad nicht neu erfinden, von Zeit zu Zeit müssen wir allerdings das Profil erneuern.» Als wichtig erachtet er die Zusammenarbeit über die Verbandsgrenzen hinweg, besonders der freundschaftliche Austausch mit den Mittelländern sei sehr intensiv und wertvoll. Zum Schluss kam Mathias Neuenschwander auf die Pandemie zu sprechen. Die Hornusserfamilie wurde vom Coronavirus – wie praktisch alle Bereiche der Gesellschaft – schwer getroffen. Zahlreiche Feste und Anlässe mussten aufgrund der Restriktionen abgesagt werden. Neuenschwander appellierte an die Versammelten, alle Mitglieder der Gesellschaften von Neuem wieder für das Hornussen zu begeistern und sie zu motivieren, aktiv zu werden, sodass der Nationalsport letztlich gestärkt aus der Krise hervorgeht. Denn das Hornussen ist schliesslich das wohl schönste Hobby der Welt. Neuenschwanders Worte ernteten von den Anwesenden donnernden Applaus.

 

Dank für das grosse Engagement

Zu den weiteren Rednern am offiziellen Jubiläumsakt gehörte Hansueli Läng, OK-Präsident der Jubiläumsfeste. Er dankte allen, die zur Organisation des dreitägigen Anlasses beitrugen, für den beharrlichen Einsatz und ihren Durchhaltewillen. Dies sei die Voraussetzung gewesen, um den 100. Geburtstag des EMHV doch noch in einem würdigen Rahmen zu feiern. Die Unsicherheiten aufgrund der Covid-19-Auflagen der Behörden hätten die Vorbereitungsarbeiten äusserst schwierig gestaltet und schliesslich zu einer Redimensionierung des ursprünglich geplanten Festes geführt: ein sehr schmerzhafter Entscheid.

Dennoch lohnte sich das Engagement aller Beteiligten, wie die drei wunderschönen Tage eindrucksvoll unter Beweis stellten.

 

Festschrift zum Jubiläum

Veteranenobmann Bendicht Wegmüller stellte den Anwesenden die Jubiläumsschrift «100 Jahre EMHV» vor, die durch eine fünfköpfige Arbeitsgruppe und mit kompetenter Unterstützung weiterer Hornusserfreunde in liebevoller und aufwendiger Arbeit erstellt wurde. Ein besonderes Kränzchen wand er Werner Leuenberger für das ausserordentliche Engagement sowie dessen Frau Katharina für die tatkräftige Unterstützung. Die schön gestaltete Broschüre enthält zahlreiche Interviews sowie spannende und informative Texte, die teils auch zum Schmunzeln anregen. Verdienstvollerweise werden sämtliche Hornussergesellschaften des Zweckverbands ausführlich vorgestellt. Sicherlich wird in 100 Jahren – wenn der EMHV sein 200-jähriges Bestehen feiert – der eine oder andere «Hornusserhistoriker» die wertvolle Festschrift zu Rate ziehen. Allen Anwesenden wurde ein Exemplar geschenkt.

 

Für Werte einstehen

Grossen Einsatz zeigte alt Grossrat Hans Zimmermann aus Oberthal, der den EMHV von 1981 bis 1988 präsidierte und mit 93 Jahren einer der ältesten Veteranen ist. Um dem Jubiläumsakt, der nur mit einem gültigen Covid-Zertifikat besucht werden durfte, beiwohnen zu können, liess er sich am Freitagnachmittag eigens in Bern testen. In seiner Grussbotschaft betonte er die Wichtigkeit der Werte, die beim Hornussen zum Ausdruck kommen. Es lohne sich, für diese auch weiterhin einzustehen.

Selbstverständlich kam bei der Jubiläumsfeier auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Bei Speis und Trank wurde intensiv diskutiert, philosophiert und gefachsimpelt. Musikalisch umrahmt wurde der Anlass vom Schwyzerörgeliquartett Ersigen und der Formation «Zauberliecht», die mit ihren Stücken für Stimmung im Saal sorgten.                                                              

                                                                                                                                                                                Markus Hofer

 

 


Medienbericht Sept. 2021

Es geht los:

Die Ersiger-Hornusser sind bereit für die Jubiläumsfeste «100 Jahre  Emmentalischer

Hornusserverband».

Am kommenden Wochenende ist es soweit: Nach mehrjähriger Planung und vielen Änderungen können die Jubiläumsfeste zum hundertjährigen Geburtstag des Emmentalischen Hornusserverbands (EMHV) beginnen. Im Gegensatz zu den

ursprünglich geplanten Festen mit allen aktiven Hornussern, werden aufgrund der Covid-19-Auflagen der Behörden ein Veteranentag und die Nachwuchshornusserfeste sowie ein Nachwuchsschwingfest durchgeführt. Der Start erfolgt am Freitag mit dem Veteranentag. Die Veteranen sind in zwei Altersgruppen eingeteilt: 60- bis 69-Jährige und 70-Jährige und älter. Der Anlass ist bei den älteren Hornussern sehr beliebt. Es gibt ihnen neben dem Spiel auch die Gelegenheit, ehemalige Kameraden aus der aktiven Wettkampfzeit zu treffen. Es werden rund 200 Veteranen erwartet. Am Freitagabend findet der offizielle Jubiläumsfestakt «100 Jahre EMHV» mit geladenen Gästen unter dem Motto «Chuum zum gloube aber wahr, der EMHV wird scho 100 Jahr» statt.

 

Mit einem Böllerschuss wird am Samstag um 10.00 Uhr das Emmentalische Nachwuchshornusserfest im Furtrain eröffnet. Es treten 22 Mannschaften aus dem Emmental auf 11 Riesen an. Da viele Gesellschaften nicht eine eigene Nachwuchsmannschaft haben, werden Spielgemeinschaften mit anderen Mannschaften gebildet. So zum Beispiel Wiler mit Ersigen. Bereits zwei Stunden früher beginnen sich die Nachwuchsschwinger auf dem Gelände beim Schulhaus in Ersigen zu messen. Dieser Anlass wird durch den Schwingklub Kirchberg organisiert. Aus diesem Verein sind bis heute unzählige Festsieger und gute Kranzschwinger hervorgegangen. Während der Mittagspause findet von 12.00 bis 13.00 Uhr ein Schnupper-Schwingen statt.

 

Für die breite Bevölkerung von Ersigen und Umgebung wird der Ersigerabend am Samstagabend ein Höhepunkt sein. Dieser wird mit der Musikgesellschaft Kirchberg-Ersigen eröffnet, gefolgt von verschiedenen Vereinsdarbietungen der Dorfvereine von Ersigen.

 

Am Sonntag beginnt um 10.00 Uhr (wieder mit einem Böllerschuss) das Interkantonale Nachwuchshornusserfest im Furtrain. Hier messen sich wiederum 22 Mannschaften auf 11 Riesen. Neben den Emmentalischen Mannschaften sind hier auch Mannschaften aus anderen Verbandsgebieten anzutreffen.

 

Nach verschiedenen Abklärungen und Diskussionen über die Covid-19-Auflagen konnte das OK in Zusammenarbeit mit den Behörden in den letzten Tagen die Verhaltensregeln festlegen und die nötigen Bewilligungen unter Dach und Fach bringen. Es wurden folgende Massnahmen entschieden: Der Zugang zu den Sportplätzen (Hornusserplatz im Furtrain und Schwingplatz beim Schulhaus) ist frei.

Der Zutritt zur Festhalle (Robert Aebi AG) ist nur nach dem GGG-Prinzip (geimpfte-, genesene- oder negativ getestete Personen) möglich. Es muss ein gültiges Covid-Zertifikat vorgewiesen werden, das beim Eingang geprüft wird. Dazu ist ein Ausweisdokument (Identitätskarte oder Pass) vorzulegen. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sind generell von der Testpflicht ausgenommen.

Vor Ortbesteht keine Testmöglichkeit.


Medienberichte September 2020


Bericht vom Anzeiger


«Ein Fest für alle» soll es werden, das Jubiläumsfest zum 100-jährigen Bestehen des Emmentalischen Hornusserverbandes an zwei Wochenenden im September 2021 im Furtrain in Ersigen. Doch wie plant man einen Grossanlass auf 42 Hektaren in der heutigen Zeit? Ein Blick hinter die Kulissen.

Die HG Ersigen gehört zu den ältesten Emmentaler Hornussergesellschaften. Eine der ersten namentlichen Erwähnungen findet man 1851, als ein Mitglied nach einem unterlegenen Wettspiel mit seinen Kameraden auf der Schützenmatte Burgdorf gegen Sumiswald beim Gegner einen neuartigen Eschenholz-Stecken klaute, damit dieser nachkonstruiert – und derselbe Gegner in der Revanche vierzehn Tage später bezwungen werden konnte … «Heute klauen wir nichts mehr», erklärt Hans-Ulrich «Ueli» Läng und lacht. Bodenständig seien sie nach wie vor, «und offen für Neues», ergänzen Markus Graf und Andreas Röthlisberger. OK-Präsident Läng und seine zwei Vizepräsidenten bilden die drei Drahtzieher rund um das Jubiläumsevent des Emmentalischen Hornusserverbandes 2021. Das Trio bringt gemeinsame Organisationserfahrung mit und hat sich mit dem rund 20-köpfigen OK an eine etwas andere Strategie herangewagt.

 

Bewusst keine teure Abendunterhaltung

Gesetzt waren der offizielle Festakt zum 100. Geburtstag des Emmentaler Verbandes und das Jubiläums- Verbandsfest. Letzteres musste der Eidgenössische Hornusserverband absegnen, weil in einem Jahr eines Eidgenössischen Hornusserfestes wie 2021 in Thörigen/Bleienbach normalerweise keine Zwecksverbandsfeste stattfinden. Um kein Defizit zu schreiben, übernahmen die Ersiger für 2021 zudem die Durchführung des Emmentalischen Veteranentages und zweier Nachwuchshornusserfeste. So liess sich ein Programm über zwei Wochenenden mit bis zu zwanzig Spielfeldern zusammenstellen. Auf einem Festgelände von 42 ha, unter Beizug von vierzehn Landbesitzern. Ansonsten wandte man sich, anders als bei anderen Hornusser Grossanlässen, bewusst ab von der Tradition einer (kostspieligen) Abendunterhaltung. Stattdessen suchte das Lokale OK nach kostengünstigeren Alternativen, um möglichst viele Menschen an den Anlass zu locken. Eine der gefundenen Lösungen ist, einen Abend mit den Dorfvereinen zu organisieren.

 

Nachwuchsschwinger und Nachwuchshornusser nebeneinander

Ein OK-Mitglied, dessen Söhne Jungschwinger sind, brachte die Idee eines Schwingeranlasses aufs Tapet. Als die Drahtzieher erfuhren, dass der Schwingklub Kirchberg 2021 mit der Durchführung eines Jungschwingertags und Schnupperanlasses an der Reihe sein würde, «war für uns aus ökologischen und ökonomischen Gründen rasch klar, unser Festgelände doppelt zu nutzen», erklärt Markus Graf. Mit dem Sponsoringverantwortlichen im OK, Rolf Gasser, der die Geschäftsstelle des Eidgenössischen Schwingerverbandes in Ersigen führt, verfügte man über einen kompetenten Mann als Türöffner für die nötigen Infos. Nun figurieren ein Jungschwingertag und ein Schwing-Schnuppertag mit bekannten Grössen auf dem Programm, parallel zu den Junghornusseranlässen. «Wir werden ebenfalls mit Hornussern aus der NLA einen Schnuppertag abhalten», ergänzt Läng. Einen Teil des Festgeländes am zweiten Wettkampfwochenende den Schwingern zu überlassen, «ist möglich, da wir gegenüber dem ersten Wettkampf-Wochenende weniger Spielfelder benötigen.»

 

«Wir rechnen mit Auflagen»

Das tönt nach einem guten Plan – zu «normalen» Zeiten. Doch wie ergeht es den Organisatoren jetzt angesichts der Corona-Pandemie, ein Jahr vor dem Event? «Wir gehen davon aus, dass wir von Kanton und unseren Dachverbänden spezielle Auflagen erhalten werden», betont OK-Vizepräsident Markus Graf. Schliesslich rechne man, je nach Anlasstag, mit jeweils zwischen 750 und 1650 Anwesenden; Wettkämpfer und Besucher zusammengerechnet. «Im Frühling 2021 werden wir sicher nochmals über die Bücher gehen müssen. Bis dahin planen wir normal weiter. Danach benötigen wir aufgrund anstehender Ausgaben Planungssicherheit.» Die Outdoor-Wettkämpfe alleine dürften in den Augen von Läng, Graf und Röthlisberger kein Problem darstellen. «Wenn wir allerdings Auflagen bezüglich Contract-Tracing erhalten, wird es schon schwieriger. Denn schliesslich ist ein Hornusseranlass offen. Wir haben keinen Zaun wie bei einem Open- Air-Musikfestival, geschweige denn auch keine Eingangs- oder Bändelikontrollen», betont Markus Graf. Ein Zaun würde den ganzen Anlass markant verteuern. Was wäre denn Plan B? «Vermutlich, den Anlass abzusagen», erklärt OK-Präsident Ueli Läng. Sie würden es nach einer intensiven, fünfjährigen Vorbereitungszeit bedauern, «denn wir liegen ausgezeichnet im Fahrplan und haben bisher in dieser speziellen Zeit keinen einzigen Dienstleistungspartner oder Sponsoren verloren.» Und so hoffen sie weiter auf einen zweiten Meilenstein in der Ersiger Vereinsgeschichte nach dem «Eidgenössischen» 1971. Nach dem engen Austausch mit den Landbesitzern und Vereinsvertretern sind sie nun daran, die nächsten Sponsorenverträge abzuschliessen, den Ersiger Abend aufzugleisen und Helferinnen und Helfer zu rekrutieren.

 

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Anzeiger Ausgabe 37
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Jetzt werden die Planungsarbeiten intensiviert

Bericht von der d'region, Bernerzeitung und EHV

 

In Herbst 2021 feiert der Emmentalische Hornusserverband sein hundertjähriges Bestehen

 

In einem Jahr organisiert die Hornussergesellschaft Ersigen anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Emmentalischen Hornusserverbands zwei bedeutende Hornusserfeste im Gebiet Furtrain: Am ersten September-Wochenende 2021 werden der Emmentalische  Veteranentag und das Emmentalische Jubiläums-Hornusserfest  sowie die Jubiläumsfeier des Verbands durchgeführt,  am  11. und 12. September 2021 stehen das Emmentalische und das Interkantonale Nachwuchshornusserfest auf dem Programm. Insgesamt werden an den beiden Wochenenden rund 80 Hornusser-Mannschaften mit 1600 aktiven Spielern erwartet. Zu ihnen gesellen sich 1000 aktive Junghornusser und 250 Jungschwinger. Entlang der Furtrainstrasse werden 20 Spielfelder (Ries) sowie ein Schwingplatz errichtet. Mädchen und Knaben dürfen sich auf einem grossen Spielplatz so richtig austoben. Ein mitreissendes „Ersigen“-Festabend unter der Mitwirkung der Dorfvereine ist für Samstagabend, 11. September 2021, geplant.

Das OK hat vor über vier Jahren seine Arbeit aufgenommen. Die lange Vorbereitungszeit war unabdingbar, um mit den Landbesitzern und Anstössern in Verhandlungen zu treten und die notwendigen Verträge abzuschliessen. Insgesamt 14 Landbesitzer stellen total eine Fläche von 42 Hektaren Land zur Verfügung. Die Bauern mussten die Fruchtfolge entsprechend anpassen. Gegenwärtig wachsen auf den Feldern im Furtrain prächtige Zuckerrüben, in einem Jahr wird u.a. Weizen und Gersten angepflanzt, sodass die Fläche im Herbst für den Spielbetrieb genutzt werden kann. Für das OK erwies es sich als Glücksfall, dass Landbesitzer Adrian Hauert aktiver Hornusser der HG Ersigen ist: Er leitete als Ressortchef die Verhandlungen effizient und zielorientiert.

 

Stand der Arbeiten im OK

Das OK wird von Hans-Ulrich Läng präsidiert. Ihm zur Seite stehen die beiden Vizepräsidenten Markus Graf und Andreas Röthlisberger. Läng hielt anlässlich eines Orientierungsanlasses für Landbesitzer und Anstösser fest, dass die Arbeiten in den 12 Ressorts bereits weit fortgeschritten sind. Nun geht es an die Feinarbeit und an Detailabklärungen. Der Festplatz mit dem grossen Festzelt sowie Parkmöglichkeiten sind entlang der Zürich-Bern-Strasse vorgesehen. Die Furtrainstrasse wird verkehrsfrei.

 

Infolge der Corona-Krise musste die Sponsorensuche unter der Leitung von Rolf Gasser vorübergehend unterbrochen werden. Mittlerweile wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Erfreulicherweise konnten bereits erste Verträge abgeschlossen werden.

 

Eine wichtige Aufgabe ist das Rekrutieren von Helfer/innen. An allen Festtagen benötigt das OK gemäss Schätzung jeweils rund 120 Helfende. Das Organisationskomitee kann glücklicherweise bereits auf die Unterstützung einiger Dorfvereine zählen. Weitere Helferinnen und Helfer sind herzlich willkommen. Auftritte von Vereinen am Ersiger-Festabend sind selbstverständlich erwünscht. 

Bildlegende:

Die OK-Geschäftsleitung, bestehend aus Markus Graf, Hans-Ulrich Läng und Andreas Röthlisberger (von links), freut sich bereits heute auf die Hornusserfeste im Furtrain im September 2021.


Medienbericht Juni 2017

Grosses Jubiläumsfest in Ersigen im Jahr 2021
In vier Jahren feiert der Emmentalische Hornusserverband sein hundertjähriges Bestehen.
Die Hornussergesellschaft Ersigen freut sich auf die Organisation des Jubiläumsfests «100 Jahre Emmentalischer Hornusserverband» im Jahr 2021.

Am vergangenen Freitagabend versammelten sich die Mitglieder des gesamten Organisationskomitees unter der Leitung von Präsident Hans-Ulrich Läng zum ersten Mal, um sich gegenseitig kennenzulernen, Informationen auszutauschen und die Planung in Angriff zu nehmen. Heinz Glauser, Präsident des Emmentalischen Hornusserverbandes (EMHV), überbrachte Grüsse vom Eidgenössischen Hornusserverband (EHV).

Der Startschuss für die Vorbereitungsarbeiten ist somit erfolgt. Die Tätigkeit der OK-Geschäftsleitung begann jedoch schon zuvor: Mit allen Landbesitzern sind bereits Nutzungsverträge für die Festaktivitäten vom 3. bis 12. September 2021 abgeschlossen.
Nach dem Eidgenössischen Hornusserfest in Ersigen im Jahr 1971 wagt sich die Hornussergesellschaft wieder an die Organisation eines grösseren Anlasses.

Mit geplanten 20 Ries im Gebiet des Furtrains fallen die Dimensionen des Wettkampfplatzes jedoch weniger gross aus als 1971: Damals wurde auf 70 Ries gespielt.
Die Hornussergesellschaft Ersigen kann auf eine lange und stolze Geschichte zurückblicken: Sie wurde 1851 gegründet und gehört mit Sumiswald zu den ältesten Hornussergesellschaften. «Das Jubiläumsfest zum hundertjährigen Bestehen des Emmentalischen Hornusserverbands markiert einen weiteren Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte», erläuterte Hansueli Kunz, Präsident der Gesellschaft.
Die OK-Geschäftsleitung setzt sich aus den folgenden Personen zusammen: Hans-Ulrich Läng, Präsident, Markus Graf, Vizepräsident, Andreas Röthlisberger, Vizepräsident, René Zwahlen, Finanzen, Andrea Schertenleib, Sekretariat.
Die Chefs der weiteren Ressorts sind: Martin Röthlisberger, Hornussen, Rolf Gasser, Gaben/Sponsoring, Bernhard Fischer, Catering, Stefan Liechti und Beat Röthlisberger, Bauten, Peter Schürch, Presse/Propaganda, Monika Röthlisberger, Personal, Andreas Röthlisberger und Markus Graf, Empfang/Ehrengäste, Lisa Liechti, Unterhaltung, Markus Schönauer und Fredy Niederberger, Verkehr/Sicherheit, Adrian Hauert, Kontakt zu den Landbesitzern.
Als Bindeglieder vom OK zum Verband fungieren Rudolf Glauser, Obmann EMHV, Ueli Schwaller, Verband/Presse EHV; Christoph Aebi, Nachwuchsobmann EMHV, Thomas Schönholzer, Vizeobmann EMHV, sowie Bendicht Wegmüller, Veteranenobmann EMHV.

Hans-Ulrich Läng (links) und Adrian Hauert (rechts) mit den Landbesitzern anlässlich der Vertragsunterzeichnung.

Das Organisationskomitee.
Auf dem Bild fehlen: Bernhard Fischer, Rolf Gasser, René Zwahlen und Andrea Schertenleib.

Mitglieder der Hornussergesellschaft Ersigen verpflegten die OK-Mitglieder mit einem feinen Znacht.