Medienberichte September 2020


Bericht vom Anzeiger


«Ein Fest für alle» soll es werden, das Jubiläumsfest zum 100-jährigen Bestehen des Emmentalischen Hornusserverbandes an zwei Wochenenden im September 2021 im Furtrain in Ersigen. Doch wie plant man einen Grossanlass auf 42 Hektaren in der heutigen Zeit? Ein Blick hinter die Kulissen.

Die HG Ersigen gehört zu den ältesten Emmentaler Hornussergesellschaften. Eine der ersten namentlichen Erwähnungen findet man 1851, als ein Mitglied nach einem unterlegenen Wettspiel mit seinen Kameraden auf der Schützenmatte Burgdorf gegen Sumiswald beim Gegner einen neuartigen Eschenholz-Stecken klaute, damit dieser nachkonstruiert – und derselbe Gegner in der Revanche vierzehn Tage später bezwungen werden konnte … «Heute klauen wir nichts mehr», erklärt Hans-Ulrich «Ueli» Läng und lacht. Bodenständig seien sie nach wie vor, «und offen für Neues», ergänzen Markus Graf und Andreas Röthlisberger. OK-Präsident Läng und seine zwei Vizepräsidenten bilden die drei Drahtzieher rund um das Jubiläumsevent des Emmentalischen Hornusserverbandes 2021. Das Trio bringt gemeinsame Organisationserfahrung mit und hat sich mit dem rund 20-köpfigen OK an eine etwas andere Strategie herangewagt.

 

Bewusst keine teure Abendunterhaltung

Gesetzt waren der offizielle Festakt zum 100. Geburtstag des Emmentaler Verbandes und das Jubiläums- Verbandsfest. Letzteres musste der Eidgenössische Hornusserverband absegnen, weil in einem Jahr eines Eidgenössischen Hornusserfestes wie 2021 in Thörigen/Bleienbach normalerweise keine Zwecksverbandsfeste stattfinden. Um kein Defizit zu schreiben, übernahmen die Ersiger für 2021 zudem die Durchführung des Emmentalischen Veteranentages und zweier Nachwuchshornusserfeste. So liess sich ein Programm über zwei Wochenenden mit bis zu zwanzig Spielfeldern zusammenstellen. Auf einem Festgelände von 42 ha, unter Beizug von vierzehn Landbesitzern. Ansonsten wandte man sich, anders als bei anderen Hornusser Grossanlässen, bewusst ab von der Tradition einer (kostspieligen) Abendunterhaltung. Stattdessen suchte das Lokale OK nach kostengünstigeren Alternativen, um möglichst viele Menschen an den Anlass zu locken. Eine der gefundenen Lösungen ist, einen Abend mit den Dorfvereinen zu organisieren.

 

Nachwuchsschwinger und Nachwuchshornusser nebeneinander

Ein OK-Mitglied, dessen Söhne Jungschwinger sind, brachte die Idee eines Schwingeranlasses aufs Tapet. Als die Drahtzieher erfuhren, dass der Schwingklub Kirchberg 2021 mit der Durchführung eines Jungschwingertags und Schnupperanlasses an der Reihe sein würde, «war für uns aus ökologischen und ökonomischen Gründen rasch klar, unser Festgelände doppelt zu nutzen», erklärt Markus Graf. Mit dem Sponsoringverantwortlichen im OK, Rolf Gasser, der die Geschäftsstelle des Eidgenössischen Schwingerverbandes in Ersigen führt, verfügte man über einen kompetenten Mann als Türöffner für die nötigen Infos. Nun figurieren ein Jungschwingertag und ein Schwing-Schnuppertag mit bekannten Grössen auf dem Programm, parallel zu den Junghornusseranlässen. «Wir werden ebenfalls mit Hornussern aus der NLA einen Schnuppertag abhalten», ergänzt Läng. Einen Teil des Festgeländes am zweiten Wettkampfwochenende den Schwingern zu überlassen, «ist möglich, da wir gegenüber dem ersten Wettkampf-Wochenende weniger Spielfelder benötigen.»

 

«Wir rechnen mit Auflagen»

Das tönt nach einem guten Plan – zu «normalen» Zeiten. Doch wie ergeht es den Organisatoren jetzt angesichts der Corona-Pandemie, ein Jahr vor dem Event? «Wir gehen davon aus, dass wir von Kanton und unseren Dachverbänden spezielle Auflagen erhalten werden», betont OK-Vizepräsident Markus Graf. Schliesslich rechne man, je nach Anlasstag, mit jeweils zwischen 750 und 1650 Anwesenden; Wettkämpfer und Besucher zusammengerechnet. «Im Frühling 2021 werden wir sicher nochmals über die Bücher gehen müssen. Bis dahin planen wir normal weiter. Danach benötigen wir aufgrund anstehender Ausgaben Planungssicherheit.» Die Outdoor-Wettkämpfe alleine dürften in den Augen von Läng, Graf und Röthlisberger kein Problem darstellen. «Wenn wir allerdings Auflagen bezüglich Contract-Tracing erhalten, wird es schon schwieriger. Denn schliesslich ist ein Hornusseranlass offen. Wir haben keinen Zaun wie bei einem Open- Air-Musikfestival, geschweige denn auch keine Eingangs- oder Bändelikontrollen», betont Markus Graf. Ein Zaun würde den ganzen Anlass markant verteuern. Was wäre denn Plan B? «Vermutlich, den Anlass abzusagen», erklärt OK-Präsident Ueli Läng. Sie würden es nach einer intensiven, fünfjährigen Vorbereitungszeit bedauern, «denn wir liegen ausgezeichnet im Fahrplan und haben bisher in dieser speziellen Zeit keinen einzigen Dienstleistungspartner oder Sponsoren verloren.» Und so hoffen sie weiter auf einen zweiten Meilenstein in der Ersiger Vereinsgeschichte nach dem «Eidgenössischen» 1971. Nach dem engen Austausch mit den Landbesitzern und Vereinsvertretern sind sie nun daran, die nächsten Sponsorenverträge abzuschliessen, den Ersiger Abend aufzugleisen und Helferinnen und Helfer zu rekrutieren.

 

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Anzeiger Ausgabe 37
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Jetzt werden die Planungsarbeiten intensiviert

Bericht von der d'region, Bernerzeitung und EHV

 

In Herbst 2021 feiert der Emmentalische Hornusserverband sein hundertjähriges Bestehen

 

In einem Jahr organisiert die Hornussergesellschaft Ersigen anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Emmentalischen Hornusserverbands zwei bedeutende Hornusserfeste im Gebiet Furtrain: Am ersten September-Wochenende 2021 werden der Emmentalische  Veteranentag und das Emmentalische Jubiläums-Hornusserfest  sowie die Jubiläumsfeier des Verbands durchgeführt,  am  11. und 12. September 2021 stehen das Emmentalische und das Interkantonale Nachwuchshornusserfest auf dem Programm. Insgesamt werden an den beiden Wochenenden rund 80 Hornusser-Mannschaften mit 1600 aktiven Spielern erwartet. Zu ihnen gesellen sich 1000 aktive Junghornusser und 250 Jungschwinger. Entlang der Furtrainstrasse werden 20 Spielfelder (Ries) sowie ein Schwingplatz errichtet. Mädchen und Knaben dürfen sich auf einem grossen Spielplatz so richtig austoben. Ein mitreissendes „Ersigen“-Festabend unter der Mitwirkung der Dorfvereine ist für Samstagabend, 11. September 2021, geplant.

Das OK hat vor über vier Jahren seine Arbeit aufgenommen. Die lange Vorbereitungszeit war unabdingbar, um mit den Landbesitzern und Anstössern in Verhandlungen zu treten und die notwendigen Verträge abzuschliessen. Insgesamt 14 Landbesitzer stellen total eine Fläche von 42 Hektaren Land zur Verfügung. Die Bauern mussten die Fruchtfolge entsprechend anpassen. Gegenwärtig wachsen auf den Feldern im Furtrain prächtige Zuckerrüben, in einem Jahr wird u.a. Weizen und Gersten angepflanzt, sodass die Fläche im Herbst für den Spielbetrieb genutzt werden kann. Für das OK erwies es sich als Glücksfall, dass Landbesitzer Adrian Hauert aktiver Hornusser der HG Ersigen ist: Er leitete als Ressortchef die Verhandlungen effizient und zielorientiert.

 

Stand der Arbeiten im OK

Das OK wird von Hans-Ulrich Läng präsidiert. Ihm zur Seite stehen die beiden Vizepräsidenten Markus Graf und Andreas Röthlisberger. Läng hielt anlässlich eines Orientierungsanlasses für Landbesitzer und Anstösser fest, dass die Arbeiten in den 12 Ressorts bereits weit fortgeschritten sind. Nun geht es an die Feinarbeit und an Detailabklärungen. Der Festplatz mit dem grossen Festzelt sowie Parkmöglichkeiten sind entlang der Zürich-Bern-Strasse vorgesehen. Die Furtrainstrasse wird verkehrsfrei.

 

Infolge der Corona-Krise musste die Sponsorensuche unter der Leitung von Rolf Gasser vorübergehend unterbrochen werden. Mittlerweile wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Erfreulicherweise konnten bereits erste Verträge abgeschlossen werden.

 

Eine wichtige Aufgabe ist das Rekrutieren von Helfer/innen. An allen Festtagen benötigt das OK gemäss Schätzung jeweils rund 120 Helfende. Das Organisationskomitee kann glücklicherweise bereits auf die Unterstützung einiger Dorfvereine zählen. Weitere Helferinnen und Helfer sind herzlich willkommen. Auftritte von Vereinen am Ersiger-Festabend sind selbstverständlich erwünscht. 

Bildlegende:

Die OK-Geschäftsleitung, bestehend aus Markus Graf, Hans-Ulrich Läng und Andreas Röthlisberger (von links), freut sich bereits heute auf die Hornusserfeste im Furtrain im September 2021.


Medienbericht Juni 2017

Grosses Jubiläumsfest in Ersigen im Jahr 2021
In vier Jahren feiert der Emmentalische Hornusserverband sein hundertjähriges Bestehen.
Die Hornussergesellschaft Ersigen freut sich auf die Organisation des Jubiläumsfests «100 Jahre Emmentalischer Hornusserverband» im Jahr 2021.

Am vergangenen Freitagabend versammelten sich die Mitglieder des gesamten Organisationskomitees unter der Leitung von Präsident Hans-Ulrich Läng zum ersten Mal, um sich gegenseitig kennenzulernen, Informationen auszutauschen und die Planung in Angriff zu nehmen. Heinz Glauser, Präsident des Emmentalischen Hornusserverbandes (EMHV), überbrachte Grüsse vom Eidgenössischen Hornusserverband (EHV).

Der Startschuss für die Vorbereitungsarbeiten ist somit erfolgt. Die Tätigkeit der OK-Geschäftsleitung begann jedoch schon zuvor: Mit allen Landbesitzern sind bereits Nutzungsverträge für die Festaktivitäten vom 3. bis 12. September 2021 abgeschlossen.
Nach dem Eidgenössischen Hornusserfest in Ersigen im Jahr 1971 wagt sich die Hornussergesellschaft wieder an die Organisation eines grösseren Anlasses.

Mit geplanten 20 Ries im Gebiet des Furtrains fallen die Dimensionen des Wettkampfplatzes jedoch weniger gross aus als 1971: Damals wurde auf 70 Ries gespielt.
Die Hornussergesellschaft Ersigen kann auf eine lange und stolze Geschichte zurückblicken: Sie wurde 1851 gegründet und gehört mit Sumiswald zu den ältesten Hornussergesellschaften. «Das Jubiläumsfest zum hundertjährigen Bestehen des Emmentalischen Hornusserverbands markiert einen weiteren Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte», erläuterte Hansueli Kunz, Präsident der Gesellschaft.
Die OK-Geschäftsleitung setzt sich aus den folgenden Personen zusammen: Hans-Ulrich Läng, Präsident, Markus Graf, Vizepräsident, Andreas Röthlisberger, Vizepräsident, René Zwahlen, Finanzen, Andrea Schertenleib, Sekretariat.
Die Chefs der weiteren Ressorts sind: Martin Röthlisberger, Hornussen, Rolf Gasser, Gaben/Sponsoring, Bernhard Fischer, Catering, Stefan Liechti und Beat Röthlisberger, Bauten, Peter Schürch, Presse/Propaganda, Monika Röthlisberger, Personal, Andreas Röthlisberger und Markus Graf, Empfang/Ehrengäste, Lisa Liechti, Unterhaltung, Markus Schönauer und Fredy Niederberger, Verkehr/Sicherheit, Adrian Hauert, Kontakt zu den Landbesitzern.
Als Bindeglieder vom OK zum Verband fungieren Rudolf Glauser, Obmann EMHV, Ueli Schwaller, Verband/Presse EHV; Christoph Aebi, Nachwuchsobmann EMHV, Thomas Schönholzer, Vizeobmann EMHV, sowie Bendicht Wegmüller, Veteranenobmann EMHV.

Hans-Ulrich Läng (links) und Adrian Hauert (rechts) mit den Landbesitzern anlässlich der Vertragsunterzeichnung.

Das Organisationskomitee.
Auf dem Bild fehlen: Bernhard Fischer, Rolf Gasser, René Zwahlen und Andrea Schertenleib.

Mitglieder der Hornussergesellschaft Ersigen verpflegten die OK-Mitglieder mit einem feinen Znacht.